Dorn-Therapie

Dorn-Therapie in der Physiotherpiepraxis Oliver Grunow

Das moderne Leben gilt als weitgehend bequem. Während frühere Generationen häufig Schwerstarbeit mit den entsprechenden körperlichen Konsequenzen verrichteten, sind wir heute zunehmend in sitzender Position tätig. Das mag zunächst komfortabel sein, beansprucht die Muskeln, Knochen und Sehnen vielfach aber zu wenig. Daraus wiederum können Fehlstellungen etwa der Wirbelsäule resultieren, die im weiteren Verlauf auch an organischen Leiden beteiligt sind. Die Dorn TherapieDorn Therapie kann hierbei jedoch sanfte und nachhaltige Abhilfe schaffen.

Die Ursache der Rückenprobleme

Statistisch gesehen leidet jeder dritte Bundesbürger an regelmäßig wiederkehrenden Schmerzen im Bereich des Rückens. Vom Becken hinauf bis in die Schultern und den Nacken hinein kommt es zu Verspannungen, Blockaden und Dysbalancen. Rund drei Krankheitstage pro Jahr verbucht hierzulande jeder Arbeitnehmer durchschnittlich alleine aus diesem Grund. Häufig wird den Beschwerden mit Medikamenten und umfangreichen Therapien zumindest zeitweise eine Linderung verschafft. Die Ursachen jedoch, die in einem allgemeinen Mangel an Bewegung, in einer falschen Sitzposition sowie in einer Fehlbelastung der Knochen und Muskeln gesehen werden müssen, werden langfristig nur selten verbessert. Hier wiederum setzt die Dorn Therapie an.

Gemeinsam zum Erfolg

Das Wesen der nach Dieter Dorn (1936 – 2011) benannten Methode liegt darin, dass die Heilung in engem Zusammenwirken zwischen dem Heilpraktiker und seinem Patienten erzielt wird. Letztgenannter hilft also aktiv bei seiner Genesung mit, statt die Maßnahme passiv an sich vornehmen zu lassen. So wird der Betroffene während der Anwendung dazu aufgefordert, entweder einen Arm oder ein Bein in kreisenden und schwingenden Bewegungen zu regen. Gleichzeitig kann der Therapeut die vorher diagnostizierte Fehlstellung der Wirbel durch einen häufig geringen Druck mit seinen Fingern – bevorzugt wird der Daumen eingesetzt – beheben. Erst das Zusammenwirken beider Teilbereiche ermöglicht den Erfolg dieser Wirbelsäulentherapie.

Die Spannung wird gelockert

Das Erfolgsrezept der Anwendung liegt darin, dass durch das Bewegen der Gliedmaßen die häufig im Rückenbereich befindlichen Verspannungen kurzzeitig gemildert werden. Erst dadurch ist es möglich, eine Korrektur der einzelnen Wirbel ohne Schmerzen oder weitere Beeinträchtigungen des Wohlbefindens vorzunehmen. Die Therapie weicht damit von einigen der Maßnahmen ab, die in der Chiropraktik gängig sind und die von einigen Patienten als unangenehm empfunden werden. Dieses durch Dorn geprägte sanfte Beheben einer Dysbalance hat seit seiner Entwicklung im Jahre 1975 zahlreiche Nachahmer gefunden und wurde daher zuletzt auch mehrfach als Basis weiterer Behandlungen genutzt.

Unterstützung durch Rudolf Breuss

Die von Dorn entwickelte Methodik zur Korrektur einer Fehlstellung im Bereich des Beckens und der Wirbelsäule nimmt aber auch ihrerseits eine Erweiterung gerne an. So wird sie häufig mit einer nach Rudolf Breuss benannten Art der Massage kombiniert. Hiermit ist nicht alleine die Behebung der Dysbalance verbunden, vielmehr werden auch der gesamte Muskelapparat gelockert und der Blutfluss angeregt. Der Patient kommt also in den Genuss einer entspannenden und wohltuenden Anwendung, die den Körper mit einer angenehmen Wärme versorgt und gleichzeitig den mentalen Beschwerden wie Stress, Schlafstörungen oder Ängsten vorbeugen kann. Die Konzepte von Dorn und Breuss greifen folglich ineinander und ergänzen sich.

Auch organische Schäden werden gemildert

Somit wäre es zu einfach, den Anwendungsbereich der Wirbelsäulentherapie ausnahmslos auf den Bewegungsapparat des Körpers zu beziehen. Die wohltuende Heilung wirkt sich dagegen deutlich vielschichtiger aus und kann in bestimmten Fällen auch eine Fehlfunktion der Organe beheben. Denn diese wird nicht selten erst durch die falsche Positionierung der Rückenwirbel und einem damit verbundenen Austritt der Nerven hervorgerufen. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Atmung des Patienten regulieren. Auch der Energiefluss in seinem Körper wird angeregt, einer physischen und psychischen Müdigkeit wird vorgebeugt. Der Heilmethode kommt daher eine ebenso schonende wie ganzheitliche Wirkung zu.

Ratschläge in den Alltag einbauen

Die Dorn Therapie hat es sich also zur Aufgabe gesetzt, die Gesundung des Menschen möglichst nachhaltig zu betreiben. Daher erfordert das Stellen einer Diagnose vor der eigentlichen Behandlung etwas mehr Geduld, um den Schiefstand des Beckens oder eine Differenz der Beinlängen zu erkennen. Zudem muss damit gerechnet werden, dass der Heilpraktiker seinem Patienten auch Übungen vorschlägt, die dieser daheim ausführen kann. Die Therapie findet somit nicht alleine in den Praxisräumen statt, sondern sollte idealerweise zum festen Bestandteil der Tagesroutine reifen. Erst damit wird sichergestellt, dass regelmäßig wiederkehrende Schmerzen im Rückenbereich dauerhaft bekämpft werden – und wir wieder in der Lage sind, die Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu genießen.